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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Anzeige und Privatklage

Was ist der Unterschied zwischen einem Offizial- und einem Antragsdelikt?

Wo und in welcher Form kann ich eine Strafanzeige einreichen?

Benötige ich einen Anwalt oder eine Anwältin um eine Strafanzeige einzureichen?

Was ist der Unterschied zwischen Strafanzeige und Privatklage?

Muss ich eine mir bekannt gewordene Straftat anzeigen?

Ich habe Kenntnis von einer Straftat, weiss aber nicht wer sie begangen hat. Kann ich trotzdem Anzeige erstatten?

Was für Rechte habe ich im Verfahren, wenn ich eine Strafanzeige erstattet habe?

Muss ich für eine Strafanzeige etwas bezahlen?

Geschädigte Person, Opfer und Zeuge

Was ist der Unterschied zwischen einer geschädigten Person und einem Opfer?

Was sind meine Rechte als Opfer?

Ich bin von der Staatsanwaltschaft als Zeuge oder Zeugin vorgeladen. Muss ich einen solchen Termin wahrnehmen?

Werden mir meine Aufwendungen ersetzt, wenn ich als Zeuge oder Zeugin erscheinen muss?

Muss ich als Zeuge oder Zeugin aussagen?

Darf ich zur Befragung als Zeuge oder Zeugin eine Vertrauensperson mitbringen?

Habe ich als Zeuge oder Zeugin ein Recht auf Akteneinsicht?

Angeschuldigte Person

Ich bin von der Staatsanwaltschaft als beschuldigte Person zu einer Befragung vorgeladen worden. Was bedeutet das für mich?

Muss ich einer Vorladung zur Befragung als beschuldigte Person Folge leisten?

Welche Rechte habe ich als beschuldigte Person?

Ich wurde von der Polizei bereits einmal befragt. Weshalb werde ich nun von der Staatsanwaltschaft erneut befragt?

Muss ich zur Befragung als beschuldigte Person etwas mitnehmen?

Was bedeutet es, wenn ich als beschuldigte Person auf die Durchführung einer Zeugenbefragung hingewiesen werde?

Kann ich einen Begleiter oder eine Begleiterin zur Befragung als beschuldigte Person mitbringen?

Habe ich als beschuldigte Person Anspruch auf einen Anwalt oder eine Anwältin?

Habe ich als beschuldigte Person Anspruch auf Akteneinsicht?

Ich verstehe als beschuldigte Person die Sprache, in der die Untersuchung/Verhandlung geführt wird, nicht oder nicht gut genug. Habe ich das Recht auf eine Übersetzung?

Ich kann die Busse oder die Kosten nicht auf einmal bezahlen, was kann ich tun?

Angehörige und Bekannte

Kann ich einen Untersuchungshäftling besuchen?

Kann ich einem Untersuchungshäftling schreiben?

Habe ich als Angehöriger oder Angehörige der beschuldigten oder geschädigten Person Anspruch auf Akteneinsicht?

Werde ich als Angehöriger oder Angehörige der beschuldigten oder geschädigten Person über den Inhalt des Verfahrens orientiert?

Kann ich als Angehöriger oder Angehörige einer beschuldigten oder geschädigten Person an einem Verfahren dabei sein?

Allgemeines

Ich habe einen Strafbefehl erhalten. Was ist das und was kann ich tun, wenn ich damit nicht einverstanden bin?

Wo finde ich einen Anwalt oder eine Anwältin?

Ich habe von der Staatsanwaltschaft einen Entscheid erhalten mit dem Hinweis darauf, dass ich innert 10 Tagen Beschwerde dagegen führen kann. Da ich bei Auslauf der Frist in den Ferien bin, möchte ich die Frist verlängern lassen. Geht das?

Was ist der Unterschied zwischen einem Offizial- und einem Antragsdelikt?

Ob Antrags- oder Offizialdelikt bestimmt sich nach der gesetzlichen Regelung einer Straftat. Antragsdelikte sind meist leichtere Straftaten, bei welchen die Strafverfolgung erst in Gang kommt, wenn ein Strafantrag der von der Straftat unmittelbar betroffenen Person vorliegt (z.b. Sachbeschädigung, Ehrverletzungen, Tätlichkeiten, geringfügige Vermögensdelikte, etc.). Der Strafantrag muss von der geschädigten Person innerhalb von 3 Monaten seit Kenntnis der Täterschaft bei der Strafverfolgungsbehörde schriftlich oder mündlich zu Protokoll gestellt werden. Offizialdelikte sind demgegenüber Straftaten, die aufgrund ihrer Schwere von Amtes wegen verfolgt werden, also keinen Strafantrag der betroffenen Person voraussetzen und verfolgt werden, sobald sie den Strafverfolgungsbehörden (Polizei oder Staatsanwaltschaft) zur Kenntnis gelangen (sexuelle Handlungen mit Kindern, schwere Körperverletzung, Tötungsdelikte, etc.).

Wo und in welcher Form kann ich eine Strafanzeige einreichen?

Eine Strafanzeige kann bei jedem Polizeiposten oder direkt bei der Staatsanwaltschaft eingereicht werden. Die Strafanzeige bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft kann entweder schriftlich oder mündlich erfolgen. Bei Anzeigen an die Staatsanwaltschaft ist es sinnvoll, dies schriftlich zu tun, da sie über keine eigentlichen Anzeigebüros wie die Polizei verfügt.

Benötige ich einen Anwalt oder eine Anwältin um eine Strafanzeige einzureichen?

Nein, dass ist nicht zwingend erforderlich; in komplizierten Fällen kann es jedoch ratsam sein, sich vor Einreichen einer Strafanzeige anwaltlich beraten zu lassen.

Was ist der Unterschied zwischen Strafanzeige und Privatklage?

Strafanzeige kann jede Person einreichen, die von einer Straftat Kenntnis erhält; dabei spielt es grundsätzlich keine Rolle, ob sie selber von der Straftat betroffen ist oder nicht. Privatklage kann von derjenigen Person eingereicht werden, die durch die Straftat unmittelbar in ihren Rechten betroffen ist und will, dass die Täterschaft strafrechtlich verfolgt wird, und/oder dass die Täterschaft ihr aufgrund der Straftat Schadenersatz oder Genugtuung leistet. Wer eine Privatklage einreicht, erhält Parteistellung im Verfahren und hat entsprechende Verfahrensrechte, aber auch Pflichten (Akteneinsichtsrecht, Fragerecht, Teilnahme an Untersuchungshandlugen und Gerichtsverhandlung, Kostenrisiko, etc.). Die Privatklage kann jederzeit zurückgezogen werden. Der Rückzug ist definitiv.

Muss ich eine mir bekannt gewordene Straftat anzeigen?

Eine allgemeine Anzeigepflicht gibt es nicht. Ausnahmen gelten für Behörden und Beamte für ihnen während ihrer Amtstätigkeit bekannt gewordene Straftaten oder für bestimmte Berufsgattungen, so etwa für die Medizinalpersonen bei ungewöhnlichen Todesfällen.

Ich habe Kenntnis von einer Straftat, weiss aber nicht wer sie begangen hat. Kann ich trotzdem Anzeige erstatten?

Ja. Die Ermittlungen werden dann bis zur Identifizierung der Täterschaft gegen Unbekannt geführt.

Was für Rechte habe ich im Verfahren, wenn ich eine Strafanzeige erstattet habe?

Wer Strafanzeige erstattet, kann bei der Strafverfolgungsbehörde nachfragen, ob auf die Anzeige hin ein Verfahren eingeleitet wurde und wie es erledigt worden ist. Weitere Verfahrensrechte stehen der Anzeige erstattenden Person nicht zu, wenn sie nicht auch noch geschädigt oder Privatkläger oder Privatklägerin ist.

Muss ich für eine Strafanzeige etwas bezahlen?

Nein. Der Staat kann jedoch auf die Person, welche vorsätzlich oder grobfahrlässig zu Unrecht Anzeige erstattet hat, für Verfahrenskosten zurückgreifen.

Was ist der Unterschied zwischen einer geschädigten Person und einem Opfer?

Als geschädigte Person gilt jede Person, die durch eine Straftat in ihren Rechten unmittelbar verletzt worden ist. Sie ist damit bei Antragsdelikten jedenfalls auch zur Stellung des Strafantrags berechtigt. Als Opfer gilt jede geschädigte Person, die durch eine Straftat in ihrer körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden ist. Geschädigte Person und Opfer können im Strafverfahren zudem als Privatkläger oder Privatklägerin auftreten und beispielsweise Schadenersatz und/oder Genugtuung von der Täterschaft verlangen.

Was sind meine Rechte als Opfer?

Das Opfer hat vorab Anspruch auf Information über seine Rechte durch die Strafverfolgungsbehörden und die Strafgerichte. Sodann stehen ihm verschiedene Rechte im Strafverfahren selbst zu (Akteneinsichtsrecht, Recht sich an Befragungen begleiten zu lassen, Recht auf die Mitteilung von Entscheiden und Urteilen, Recht von einer Person gleichen Geschlechts befragt zu werden, etc.), sodann das Recht auf Beratung und Soforthilfe, sowie das Recht auf finanzielle Unterstützung (Entschädigung, Genugtuung, Befreiung von Verfahrenskosten, etc.) zu (Tel. 031/370 30 70; www.opferhilfe-bern.ch).

Ich bin von der Staatsanwaltschaft als Zeuge oder Zeugin vorgeladen. Muss ich einen solchen Termin wahrnehmen?

Ja. Die Zeugenpflicht ist eine Bürgerpflicht, d.h. sie geht auch anderslautenden Weisungen des Arbeitgebers vor. Wer als Zeuge vorgeladen ist, kann mit einer Ordnungsbusse belegt oder polizeilich vorgeführt werden, wenn er seiner Erscheinungspflicht nicht nachkommt.

Werden mir meine Aufwendungen ersetzt, wenn ich als Zeuge oder Zeugin erscheinen muss?

Ja. Ersetzt werden Reisespesen und die Entschädigung für den Erwerbsausfall; ein solcher kann allerdings nur geltend gemacht werden, wenn der Zeuge oder die Zeugin selbständig erwerbend ist und in der fraglichen Zeit auch gearbeitet hätte. Wer in einem Angestelltenverhältnis steht, erhält dafür keine Entschädigung, da der Arbeitgeber zur Lohnzahlung auch während der Abwesenheit seines Arbeitnehmers oder seiner Arbeitnehmerin als Zeuge oder Zeugin verpflichtet ist.

Muss ich als Zeuge oder Zeugin aussagen?

Grundsätzlich gilt die Zeugnispflicht für jedermann. Das Gesetz sieht jedoch mehrere Ausnahmen vor. So besteht eine solche für der beschuldigten Person nahe stehende Personen (Bluts-, Adoptiv- und Stiefverwandte und Verschwägerte in ab- und aufsteigender Linie, Geschwister und Ehegatten), für das Opfer zu Fragen, die seine Intimsphäre betreffen, oder etwa für spezielle Berufsgruppen wie Ärzte, Geistliche, Anwälte für Geheimnisse, die sie während der Ausübung ihres Berufs wahrgenommen haben, oder auch für Medienschaffende für die Angabe der Quelle ihrer Informationen.

Darf ich zur Befragung als Zeuge oder Zeugin eine Vertrauensperson mitbringen?

Grundsätzlich nein, da die Untersuchung geheim ist. Das Opfer kann sich jedoch immer durch eine Vertrauensperson begleiten lassen.

Habe ich als Zeuge oder Zeugin ein Recht auf Akteneinsicht?

Nein. Der Zeuge oder die Zeugin haben lediglich dann ein Akteneinsichtsrecht, wenn er oder sie zusätzlich auch noch Opfer und/oder Privatkläger oder Privatklägerin ist.

Ich bin von der Staatsanwaltschaft als beschuldigte Person zu einer Befragung vorgeladen worden. Was bedeutet das für mich?

Die Vorladung an eine beschuldigte Person bedeutet, dass ein Verfahren in einer Strafsache gegen die betreffende Person eröffnet wurde. Spätestens an der Einvernahme wird der beschuldigten Person erklärt, was ihr vorgeworfen wird.

Muss ich einer Vorladung zur Befragung als beschuldigte Person Folge leisten?

Ja, es besteht eine Erscheinungspflicht. Wer der Vorladung ohne triftigen Grund keine Folge leistet, muss mit einer Ordnungsbusse oder sogar mit polizeilicher Vorführung rechnen. Die Entschuldigungsgründe sind der Strafverfolgungsbehörde vorgängig und frühzeitig zu melden.

Welche Rechte habe ich als beschuldigte Person?

Da sich die beschuldigte Person nicht selber belasten muss, hat sie das Recht, ihre Aussage und ihre aktive Mitwirkung im Strafverfahren zu verweigern. Zudem hat sie das Recht sich einen Anwalt zu nehmen. Wenn es die finanziellen Verhältnisse nicht zulassen sollten, kann unter bestimmten Voraussetzungen auch das Recht auf eine amtliche Verteidigung bestehen. Schliesslich hat die beschuldigte Person verschiedene Rechte im Verfahren (Akteneinsichtsrecht, Recht Zeugen Fragen zu stellen, Recht bei Untersuchungshandlungen dabei zu sein, Antragsrecht, etc.).

Ich wurde von der Polizei bereits einmal befragt. Weshalb werde ich nun von der Staatsanwaltschaft erneut befragt?


Die Befragung durch die Polizei dient als erste Grundlage der Strafuntersuchung. Die Staatsanwaltschaft hingegen hat den Sachverhalt so abzuklären, dass entschieden werden kann, ob Anklage zu erheben oder das Verfahren einzustellen ist. Zu diesem Zweck sind unter Umständen erneute, gründlichere Einvernahmen der beschuldigten Person erforderlich. Aufgabe dieser Befragung ist es also, den Sachverhalt im Hinblick auf die von der Staatsanwaltschaft getroffene rechtliche Würdigung gezielt abzuklären, was auch die Klärung der persönlichen Verhältnisse der beschuldigten Person umfassen kann.

Muss ich zur Befragung als beschuldigte Person etwas mitnehmen?

Ja. Es sind ein Ausweispapier und die erhaltene Vorladung mitzubringen. Es empfiehlt sich auch, allfällige Beweismittel (Quittungen, etc.) gleich mitzunehmen.

Was bedeutet es, wenn ich als beschuldigte Person auf die Durchführung einer Zeugenbefragung hingewiesen werde?

In der Zeugenbefragung werden Personen befragt, die in der Sache Aussagen machen können. Die beschuldigte Person hat das Recht, dabei zu sein und den Zeugen und Zeuginnen selber Fragen zu stellen.

Kann ich einen Begleiter oder eine Begleiterin zur Befragung als beschuldigte Person mitbringen?

Grundsätzlich besteht diese Recht nicht. Selbstverständlich darf die beschuldigte Person ihren Anwalt oder ihre Anwältin mitbringen.

Habe ich als beschuldigte Person Anspruch auf einen Anwalt oder eine Anwältin?

Die beschuldigte Person kann jederzeit einen Verteidiger oder eine Verteidigerin bestellen. In besonderen Fällen ist eine Verteidigung obligatorisch, z.B. ab 10 Tagen ununterbrochener Untersuchungshaft oder wenn eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr droht, etc. In diesen Fällen sorgt die Verfahrensleitung dafür, dass die beschuldigte Person rechtzeitig eine Verteidigung erhält. Dies selbst dann, wenn die beschuldigte Person darauf verzichtet und sich selber verteidigen will.

Habe ich als beschuldigte Person Anspruch auf Akteneinsicht?

Während der Untersuchung kann das Akteinsichtsrecht der beschuldigten Person eingeschränkt werden. Spätestens nach Abschluss der Strafuntersuchung und im Hauptverfahren wird die Akteneinsicht jedoch dann vollumfänglich gewährt.

Ich verstehe als beschuldigte Person die Sprache, in der die
Untersuchung/Verhandlung geführt wird, nicht oder nicht gut genug. Habe ich das Recht auf eine Übersetzung?

Ja, allerdings besteht kein Anspruch auf die vollständige Übersetzung aller Verfahrenshandlungen und sämtlicher Akten, sondern mindestens des wesentlichen Inhalts der wichtigsten Verfahrenshandlungen; dazu gehört insbesondere eine vollständige Übersetzung bei der eigenen Befragung.

Ich kann die Busse oder die Kosten nicht auf einmal bezahlen, was kann ich tun?

Unverzüglich mit der Kassenstelle, welche die Rechnung gestellt hat, Rücksprache nehmen und fragen, ob Ratenzahlungen möglich sind.

Kann ich einen Untersuchungshäftling besuchen?

Ja, es muss aber dazu eine Besuchserlaubnis bei der für den Fall zuständigen Staatsanwaltschaft eingeholt werden. Der bewilligte Besuch findet im Rahmen des ordentlichen Gefängnisverkehrs statt, d.h. es muss dabei Rücksicht auf die von der Gefängnisverwaltung angesetzten Besuchszeiten und übrigen Vorschriften genommen werden.

Kann ich einem Untersuchungshäftling schreiben?

Ja, jederzeit. Die Briefe unterliegen jedoch der Kontrolle durch die Staatsanwaltschaft. Der Inhalt der Briefe darf sich nicht auf den Gegenstand der Untersuchung beziehen, solche Passagen werden von der kontrollierenden Behörde zensuriert.

Habe ich als Angehöriger oder Angehörige der beschuldigten oder geschädigten Person Anspruch auf Akteneinsicht?

Nein. Akteneinsicht steht nur den Verfahrensparteien zu. Das sind die angeschuldigte Person, und die Privatklägerschaft.

Werde ich als Angehöriger oder Angehörige der beschuldigten oder geschädigten Person über den Inhalt des Verfahrens orientiert?

Grundsätzlich nein. Informationen über das Verfahren können Ihnen entweder die beschuldigte Person oder die geschädigte Person selbst oder deren Anwalt oder Anwältin geben, wenn Letztere von ihrer beruflichen Schweigepflicht entbunden sind.

Kann ich als Angehöriger oder Angehörige einer beschuldigten oder geschädigten Person an einem Verfahren dabei sein?

Dies hängt vom Verfahrensstadium ab. Das Vorfahren – mit dem polizeilichen Ermittlungsverfahren und der staatsanwaltschaftlichen Untersuchung – ist geheim. Nur die Hauptverhandlungen vor den urteilenden Gerichten sind grundsätzlich öffentlich. Aber auch hier kann die Verfahrensleitung In bestimmten Fällen die Öffentlichkeit ausschliessen, so etwa zum Schutz des Opfers, etc.

Ich habe einen Strafbefehl erhalten. Was ist das und was kann ich tun, wenn ich damit nicht einverstanden bin?

Beim Strafbefehl handelt es sich um ein schriftliches Urteil. Mit Strafbefehl können Bussen, Geldstrafen von bis zu 180 Tagessätzen, gemeinnützige Arbeit bis zu 720 Stunden, oder Freiheitsstrafen bis zu 6 Monaten ausgesprochen werden. Die beschuldigte Person kann innert 10 Tagen nach Erhalt gegen den Strafbefehl schriftlich bei der Staatsanwaltschaft, die ihn ausgestellt hat, Einsprache erheben.

Wo finde ich einen Anwalt oder eine Anwältin?

Im Telefonbuch, über den Schweizer Anwaltsverband (Tel. 031/313 06 06; www.swisslawyers.com) oder jeden kantonalen Anwaltsverband. Für den Kanton Bern: Bernischer Anwaltsverband (Tel. 034/423 11 89; www.bav-aab.ch).

Ich habe von der Staatsanwaltschaft einen Entscheid erhalten mit dem Hinweis darauf, dass ich innert 10 Tagen Beschwerde dagegen führen kann. Da ich bei Auslauf der Frist in den Ferien bin, möchte ich die Frist verlängern lassen. Geht das?

Nein. Bei dieser Frist handelt es sich um eine Rechtsmittelfrist, eine so genannte Fatalfrist, d.h. bei Nichteinhalten wird auf die Beschwerde nicht eingetreten. Lediglich wenn es um Ordnungsfristen geht – z.b. bei der Rückgabe von Akten oder der Einreichung von Unterlagen unter Fristansetzung – kann ein Gesuch um Fristverlängerung gestellt werden.


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