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Anwaltsprüfungen (allgemein)

Computergestützte Prüfungen

Der schriftliche Teil der Anwaltsprüfung wird neu – vorerst versuchsweise - von allen Kandidatinnen und Kandidaten computergestützt (und nicht länger handschriftlich) abgelegt. Prüfungsstoff und Prüfungsdauer bleiben unverändert, ebenso die Art und der Aufbau der Prüfungsaufgaben. Die Prüfungsaufgaben und die Gesetze werden nach wie vor in Papierform abgegeben, auch Notizpapier wird zur Verfügung gestellt.

Die für das Ablegen der Prüfung erforderlichen Laptops werden zur Verfügung gestellt; alle Kandidatinnen und Kandidaten finden einen Laptop auf den vorbereiteten Tischen vor. 

Die Sicherheit des Prüfungsablaufes ist gewährleistet. Im unwahrscheinlichen Falle eines technischen Problems, können Prüfungsgeräte ohne Datenverlust sehr schnell ausgewechselt werden. Die betreffende Kandidatin oder der betreffende Kandidat würde nach dem Tausch des Laptops den letzten Stand seiner/ihrer Prüfung vorfinden.

Weitere Informationen zur technischen Infrastruktur finden Sie unter diesem Link (PDF, 1 MB, 10 Seiten).

Zulassung

Zur Anwaltsprüfung wird zugelassen, wer

  • ein juristisches Studium, das mit einem Lizenziat oder Master einer schweizerischen Hochschule oder ein gleichwertiges Hochschuldiplom eines Staates, mit dem die Schweiz die gegenseitige Anerkennung vereinbart hat, erworben hat,
  • eine mindestens 18 Monate dauernde praktische Ausbildung absolviert hat und
  • Lehrveranstaltungen über Rechtsmedizin, gerichtliche Psychiatrie, Kriminologie und Anwaltsrecht an einer Universität sowie einen Buchhaltungskurs besucht hat.

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung dauert 18 Monate und hat im Kanton Bern zu erfolgen.

Gemäss Art. 4 Abs. 3 APV kann die Präsidentin oder der Präsident der Anwaltsprüfungskommission auf Gesuch hin die praktische Ausbildung in einem ausserkantonalen Anwaltsbüro, bei einem ausserkantonalen Gericht, einer ausserkantonalen Staatsanwaltschaft oder einem Rechtsdienst der Bundesverwaltung oder eines anderen Kantons für höchstens sechs Monate bewilligen. Damit überprüft werden kann, ob die Voraussetzungen der APV erfüllt sind, ist dem Gesuch eine Kopie des Praktikumsvertrags und/oder der Stellenbeschreibung beizulegen. Die Bewilligung muss vor Antritt der Ausbildung vorliegen.

Gemäss Art. 6 Abs. 2 APV dürfen die Unterbrechungen in der praktischen Ausbildung wegen Schwangerschaft, Militärdienstes, Ferien, Krankheit oder aus andern Gründen, insgesamt die Dauer von 8 Wochen nicht übersteigen. Damit die Anwaltsprüfungskommission die Einhaltung dieser Bestimmung überprüfen kann, sind die Unterbrechungen / Abwesenheiten auf den Praktikumsbestätigungen anzugeben. Die entsprechenden Bestätigungen werden - entgegen teilweiser früherer Praxis konsequent überprüft.

Anmeldung

Der Anmeldung sind folgende Originalunterlagen beizulegen:

  • Anmeldeformular
  • Das Hochschuldiplom, d.h. juristisches Lizentiat oder Master-Abschluss (bei ausländischen Abschlüssen zusätzlich Äquivalenzempfehlung)
  • Bestätigung Bachelor-Abschluss (sofern Praktika vor dem Master-Abschluss erfolgt sind) 
  • Praktikumsbestätigungen (inkl. Angabe der Präsenzzeit und der Unterbrechungen gem. Art. 6 APV) sowie eine allfällige Bewilligung nach Art. 4 Abs. 3 APV
  • Die Bestätigung über den Besuch der Lehrveranstaltungen über Rechtsmedizin, gerichtliche Psychiatrie, Kriminologie und Anwaltsrecht an einer Universität (sofern die Lehrveranstaltungen an der Uni Bern besucht werden, kann das ausgefüllte Formular „Besuchsnachweis“ verwendet werden)
  • Nachweis Buchhaltungskurs 
  • Kopie Pass oder Identitätskarte

Bei Nichtbestehen des schriftlichen oder mündlichen Teils der Anwaltsprüfung hat für die Wiederholung des betroffenen Teils jeweils eine Anmeldung - innert der für die gesamte Anwaltsprüfung geltenden Anmeldefrist – zu erfolgen. Dafür kann das Anmeldeformular "Wiederholung" verwendet werden (s.u.).

Anmeldungen können unter Kostenfolge (CHF 100.00 bis CHF 200.00) bis vor Antritt der Prüfung zurückgezogen werden. Nach Antritt der Prüfung gilt der ohne zwingende Gründe erfolgte Rückzug als Nichtbestehen.

Bitte beachten Sie die Prüfungsdaten.

Prüfungskommission

Die Anwaltsprüfung wird von einer Prüfungskommission durchgeführt, die auch über das Bestehen der Prüfung entscheidet. Die Präsidentin oder der Präsident entscheidet über die Zulassung zur Prüfung. Das Verfahren vor der Prüfungskommission richtet sich nach den Bestimmungen des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG).

Rechtsmittel

Gegen Verfügungen der Prüfungskommission und gegen Verfügungen ihrer Präsidentin oder ihres Präsidenten kann beim Verwaltungsgericht Beschwerde geführt werden. Mit Beschwerde gegen Prüfungsergebnisse können nur Rechtsfehler gerügt werden.


Weitere Informationen

 


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